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40 Jahre Helenensee

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Hier ein Artikel in der Schaumburger Zeitung von Montag, 17.August 2009 

Helenensee: Erst Viehweide, dann
Kiesgrube - jetzt Erholungsgebiet
Betreiber profitiert von Konjunkturtief / Camping auf hohem Niveau

Rinteln (who). Vor 40 Jahren hat die Geschichte des Helenensees als Campingplatz und Erholungsgebiet vor der westlichen Haustür Rintelns begonnen. Zur Feier des runden Geburtstages am Sonnabend sind sogar noch Camper aus den allerersten Anfängen dabeigewesen, die ihrem Wochenend- und Urlaubsparadies bis heute treu geblieben sind.


Neuer Trend: komfortable Ferienhäuser am See

   Anfang der 1950er Jahre hat die Familie von Ditfurth Viehweide-Flächen ihres Gutes Dankersen an der Stadtgrenze an ein Kiesabbau-Unternehmen verkauft. Nach Beendigung der Auskiesung erwarb 1968 ein Unternehmer aus Bünde das 16,5 Hektar große Gebiet mit der entstandenen 10,5 Hektar großen Wasserfläche, um darauf Ferienhäuser zu bauen. Im folgenden Jahr schon reagierte er auf die starke Nachfrage nach Wohnwagen- und Zelt-Stellplätzen und entwickelte den Helenensee überwiegend zum Campingplatz. Im Jahr 1992 kaufte Jobst von Ditfurth-Siefken, Besitzer von Gut Dankersen, das Gelände zurück und trieb mit seiner Familie den Ausbau zum Familien-Erholungsgebiet voran.
   Die Ausgangsbasis bestand aus 216 Dauercampingplätzen und einer größeren Anzahl von Wochenendhäusern „und wir haben zunächst die Infrastruktur grundlegend modernisiert“. So berichtet Hoimar von Ditfurth-Siefken, der inzwischen die
  Nachfolge seines Vaters als Geschäftsführer angetreten hat. Neue Gebäude mit Wasch- und Sanitäranlagen sind errichtet worden. Dazu wurden ein Gelände für weitere 70 

  Stellplätze und ein Zeltbereich erschlossen sowie zuletzt „ein Bereich für Durchgangscamping der Luxuskategorie“. Aktuell halte der Helenensee damit jetzt 316 Plätze vor.
  
Als überraschendes Erfolgsmodel haben sich in den letzten Jahren die komfortablen Blockhäuser entwickelt, die er als Ergänzung ins Programm genommen habe, berichtet Hoimar von Ditfurth-Siefken. „Fast alle sind vom Deutschen Tourismusverband mit drei Sternen zertifiziert worden und auch ohne große Werbung dauervermietet.“ So an Urlauber oder Montagearbeiter, die sich statt im Hotel lieber im Ferienhäuschen einmieteten, den See vor der Tür. Am Helenensee sollten deshalb noch weitere Holzhäuser entstehen „in übersichtlichem Rahmen, weil wir weiterhin ein familienfreundlicher Campingplatz bleiben wollen“.
   Mittelpunkt des Erholungsgebietes ist der eigentliche Helenensee, der als EU-Badegewässser qualifiziert ist, mit seinem durchgängigen Badebetrieb, fährt von Ditfurth-Siefken fort. Der Zugang zum Wasser stehe dabei nicht nur den Dauercampern mit Stellplätzen am See offen, sondern an einem ausgewiesenen Badestrand auch den Tagesgästen aus dem Umland. „Wir verfügen über eine 

hervorragende Wasserqualität, was regelmäßig vom Gesundheitsamt überwacht und bestätigt wird.“ Davon abgesehen hätten sich allerdings in den letzten 40 Jahren nicht die Gewässer verändert, sondern nur die Gesetze, merkt er an. 
  
Unter dem Strich sieht Hoimar von Ditfurth-Siefken zurzeit nicht nur für den Helenensee, sondern auch für die gesamte Campingbranche gute Aussichten, nicht zuletzt bedingt durch die aktuellen Schwierigkeiten der Gesamtwirtschaft. Denn: „Wenn die Konjunktur schwächelt, wird’s für uns immer besser, ganz davon abgesehen, dass wir in den letzten Jahren beständig starke Umsatzsteigerungen gehabt haben.“ Besonders in dieser Saison sei zu beobachten, „dass viele statt dreimal im Jahr nach Mallorca zu fliegen, lieber jedes Wochenende auf dem Campingplatz Urlaub machen“.

   „Eigentlich müssten wir heute Abend über 140 dafür auszeichnen, dass sie uns seit mehr als 10 Jahren treu sind“, erklärt Hoimar von Ditfurth-Siefken. Aus Zeitgründen beschränkte er sich am Samstagabend auf die Ehrung von 64 Dauercampern, die seit mehr als 20 Jahren am See sind.